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Agora Berufsbekleidung

Stahl- oder Kunststoffkappe?


Kaufe ich mir Sicherheitsschuhe mit Stahl- oder Kunststoffkappe?

Diese Frage stellt sich bei dem Kauf von Sicherheitsschuhen sehr oft.
Welche Vorteile oder Nachteile haben die verschiedenen Kappen und was sollte man beim Kauf von Arbeits-Sicherheitsschuhen beachten?

Generell kommt es immer auf die Tätigkeiten am Arbeitsplatz an, für den der Arbeitsschuh benötigt wird. Zugelassen für den Einbau in Sicherheitsschuhe sind sowohl Zehenschutzkappen aus Stahl, Aluminium und Kunststoff.
Die Zehenschutzkappen müssen einem Druck von 200 Joule aushalten und nach DIN EN 12568 und EN ISO 20345:2011  zertifiziert sein.
200 Joule bedeutet: Ein Gewicht von 20kg aus einem Meter Fallhöhe darf die Kappe nicht so beschädigen, dass keine gesundheitsgefährdende Verformung auftreten können. Im freien Fall wird durch die Fallhöhe, dem Gewicht und der Geschwindigkeit aus diesen 20kg eine Last von ca. 1500kg. Dieses Gewicht möchte sicherlich Niemand auf seinem Fuß stehen haben.

Kunststoffkappen sind mit ca. 50-60 Gramm in der Regel 40% - 50% leichter als Stahlkappen (ca. 100 Gramm) und geringfügig leichter als ALU-Kappen. Dadurch ist das Gewicht des Sicherheitsschuhs besser ausbalanciert. Bei Stahlkappen liegt das größere Gewicht im Vorfuß, was leichter Ermüdungserscheinungen nach einem langen Arbeitstag hervorrufen kann.
Auf das Gesamtgewicht der Schuhe hat die Kappe relativ wenig Auswirkung.

Die Stahlkappen haben den Vorteil, dass sie sich bei großer Belastung verbiegen, aber nicht brechen.
Bei Kunststoffkappen wird mehr Material für die Stabilität benötigt, was sie dann auch etwas dicker als die Stahlkappen macht. Die wirkt sich häufig auf die Optik aus. Der Schuh wirkt etwas "breiter" im Vorderbereich. Bei zu hoher Krafteinwirkung brechen Kunststoffkappen.
Sicherheitsschuhe mit Kunststoffkappe werden häufig dort eingesetzt, wo METALLFREI Sicherheitsschuhe benötigt werden. Z.B. bei Sicherheits- und Wartungspersonal an Flughäfen.

Vermeiden sollte man Kunststoffkappen in Schnittschutzstiefeln für Kettensägearbeiten. Eine Kettensäge würde durch die Kunststoffkappe gleiten, wie ein Messer durch Butter. Da empfiehlt sich auf jeden Fall eine Stahl- oder Alukappe. Da beißt sich die Kettensäge buchstäblich die Zähne aus.

Meist werden Stahlkappen aufgrund der günstigeren Produktionskosten im unteren Preissegment eingesetzt. Es gibt aber auch einige hochwertige Modelle mit Stahlkappen.

Fachmännische Beratung


Wenn man sich beim Kauf unsicher ist, welches Modell mit welcher Kappe das richtige ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Fachgeschäft aufzusuchen und sich eingehend beraten zu lassen.
Der Vorteil dabei ist: Sie können die Schuhe auch gleich anprobieren.

Da die Anzahl der Hersteller extrem angewachsen ist, fallen die Modelle auch sehr unterschiedlich aus. Bei einigen Herstellern fallen die Sicherheitsschuhe etwas kleiner aus, bei anderen wieder etwas größer.
Generell zu sagen "Ich hatte immer Größe 43. Die passen schon"  funktioniert heutzutage leider nicht mehr.

Fachmännische Beratung ist auch wichtig, wenn man sich nicht sicher ist, welche Schutzklasse benötigt wird.
Brauchen Sie beispielsweise einen S3 Sicherheitsschuh und Sie kaufen sich nur S1 Sicherheitsschuhe, kann es sehr teuer werden, wenn Sie sich einen Nagel durch den Schuh treten.
Da kommt dann die Berufsgenossenschaft ins Spiel.

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Aktualisiert 28.08.2015